Die Geschichte des Vereins

Im Jahre 1952 wurde die Espelkamper Schützengesellschaft gegründet. Am 11. September 1952 trafen sich laut Gründungsprotokoll 18 Männer im Pommerschen Hof, das war die umgebaute Munahalle von Emil Schmidt – dem heutigen Casino Gauselmann – um eine Schützenkompanie Espelkamp-Mittwald zu gründen, die, wie im damaligen Kreis Lübbecke üblich, Tradition und Schießsport pflegen wollte.
Der Gründung liegt der Gedanke zugrunde, dass die Kompanie Bestandteil des Schützenvereins der Altgemeinde wird.
Doch dieser gutgemeinte Ansatz zu einem beginnenden Miteinander mit der heimischen Bevölkerung scheiterte aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen.
In der Anmeldung zum Vereinsregister des Amtsgerichts Rahden hieß es dann ein Jahr später:


Wir, die unterzeichneten Vorstandsmitglieder des unter dem Namen "Schützengesellschaft Espelkamp e.V. in Espelkamp – Mittwald" bestehenden Vereins überreichen hiermit die Satzung des Vereins in Urschrift und Abschrift, eine Abschrift des Gründungsprotokolls vom 11. September 1952 über die Bestellung eines Vorstands und melden gleichzeitig die Schützengesellschaft Espelkamp e.V. zur Eintragung in das Vereinsregister an.
Espelkamp-Mittwald, den 16. Oktober 1953

Bauing. Erich Braun, Präsident
Bauing. Willi Kucharzek, Vize-Präsident
Verw. Angest. Kurt Lübbert
Dipl. Arch. Adolf Hetschold
Vers. Vertr. Fritz Janus
Fischhändler Kaspar Gerard
Techn. Angest. Ernst Tschirnich
Sparkassen-Angest. Ulrich Raßmann


Ausserdem gehörten folgende Kameraden der Vereinsgründung an:
Hans Eickmann, Herrmann Garlich, Erich Hess, Gerd Paeßler, Rudolf Urban, Walter Wutschig, August Bohne, Joachim Genz, Helmut Klems und Karl Buck

In einem leeren Raum im Erdgeschoß der Gaststätte Sudetenland in der Kantstraße traf sich der Verein zum Beisammensein und zum Luftgewehrschießen. Es gab damals noch keine Heizung wie heute, deshalb wurde in einem Kanonenofen ein Feuer gemacht. Dann konnte man auch im Winter zu einigermaßen erträglichen Bedingungen den Schießsport ausüben.
Parallel dazu liefen Planungen und Ausführung eines Kleinkaliber-Schießstandes im Kellergeschoß des gleichen Gebäudes auf Hochtouren und bereits 1954 konnte diese Anlage in Betrieb genommen werden.
Das war die sportliche Entwicklung dieser Schützengesellschaft in den Anfangsjahren, aber die Tradition des Schützenwesens kam auch nicht zu kurz.
Bereits 1953 feierte man das erste Schützenfest. Karl Genz, Elektromeister aus der Neißer Str. wurde der erste Schützenkönig.
Aber auch bei den Sportschützen gab es entscheidende Entwicklungen.
Schon vor Gründung des Schützenkreises Lübbecke im Jahre 1964 wurde der Schießsport ab 1961 wettkampfmäßig betrieben. Der Verein war zu dem Zeitpunkt bereits Mitglied des deutschen Schützenbundes.
Mit den Juniorenmannschaften errang der Verein Titel auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Dies setzte sich fort, bis die Junioren altersbedingt in die Schützenklasse aufstiegen, aber genau so weiter machten wie vorher.
1962 war es Alfred Zimmermann und Horst Müller, die den Musikzug der Schützengesellschaft gründeten um ihn bis auf eine Gesamtstärke von 40 Spielleuten aufzubauen.
Wie ist die Situation heute? Der Musikzug hat sich aufgelöst und die sportlichen Erfolge werden nicht mehr von Junioren und der Schützenklasse, sondern von den Senioren erzielt.
Doch davon versucht sich der Verein nicht unterzukriegen und versucht weiter neue Mitglieder zu werben, die Spaß am Schießsport und/oder der Tradition des Vereins haben.
Es wurde eine neue Jugendmannschaft erstellt, die für den Verein nach einigen Trainingseinheiten unter Anderem auch bei Wettkämpfen mitschießt und so hoffentlich an den damaligen Erfolgen anknüpfen wird.